Unsere Reise – Vorwort
Unsere gesamte Reise dauert 4,5 Wochen und führt uns in ganz unterschiedliche Regionen Madagaskars. Auf der Reise gibt es 3 «Einstiegs- und Ausstiegspunkte». Das heisst, wir haben die Reise so zusammengestellt, dass es verschiedene Möglichkeiten der Dauer gibt.
Der erste Teil führt nach Nordosten in das einzigartige Schutzgebiet Masoala. Der einwöchige Trip wird vermutlich der abenteuerlichste Teil unserer Reise werden.
Teil zwei führt in den Südosten des Landes. Während der 13 Tage besuchen wir das Felsengebirge über den Bergnebelwald bis zu den Regenwäldern verschiedene Landschaften.
Der dritte Teil führt uns dann in den Westen, in das Trockengebiet Madagaskars und an die Westküste zum Mosambik-Kanal. Dabei werden wir auch zwei Tage auf einem Fluss mit dem Boot unterwegs sein. Dieser Teil dauert 11 Tage.
Mit diesen 3 Teilen kann nun die Reise nahezu nach Belieben kombiniert werden. Sprich, man kann nur 1 Teil mitmachen, Teil 1 + 2 oder 2 + 3 zusammen – oder man wählt das Komplettpaket mit der gesamten Reise.
Wir organisieren die Reise wieder – wir glauben, wir dürfen schon sagen – mit unseren Freunden in Madagaskar. Wir haben so lokale Leute mit einem professionellen Reisebüro vor Ort und stehen in ständigem Austausch mit ihnen, wenn es etwas zu organisieren gibt.
Die Gruppe halten wir bewusst klein und haben uns gesagt, dass wir nicht mehr als 8 Reisende sind, inkl. uns beiden (sprich, wir sind also während der ganzen Reisedauer dabei).
Mit dieser kleinen Gruppengrösse können unserer Meinung nach alle profitieren und die Beobachtungen der Tierwelt geniessen. Abgesehen von den Ein- oder Ausstiegstagen, wollen wir diese Limite auch einhalten!
Die genauen Reisedaten werden bis spätestens Ende März 2026 festgelegt. Ihr geht bis dahin auch kein Risiko und keine Verpflichtung ein, falls ihr dabei sein möchtet, aber je nach Datum noch nicht sicher seid, ob es passt. Meldet euch einfach bei uns – wir klären dies gemeinsam und finden eine Lösung!
Ansonsten stehen wir bei Fragen oder Unsicherheiten gerne und jederzeit zur Verfügung.
Viel Spass beim Durchlesen der nachstehenden Dokumentation unserer Reise.
Thesi & Mike Schumacher
Mail: info@fotografie-reisen.ch
Flüge
Hinflug mit Air France – oder mit welcher Fluggesellschaft ihr auch immer bevorzugt.
Da der eigentliche Start und somit das Datum bisher nicht klar sind, werden wir dies zu einem späteren Zeitpunkt bestimmen.
Das gleiche gilt auch für die Inlandflüge.
Einreise
Das Visum bekommen wir direkt am Flughafen Ivato bei der Ankunft. Je nach Aufenthaltsdauer, kostet das Visum 10 € / 10 $ für bis zu 15 Tage, 35 € / 37 $ / 115’000 MAG für bis zu 30 Tage und 40 € / 45 $ / 135’000 MAG für bis zu 60 Tage. Das 15-Tage-Visum muss in Euro oder Dollar bezahlt werden – die übrigen können auch in Ariary bezahlt werden. Behaltet das Geld in der richtigen Menge und in Noten bereit. Kleingeld wird nicht angenommen.
Der Reisepass muss noch mind. 6 Monate gültig sein!!!
Bei der Einreise muss ein kleines Formular ausgefüllt werden (Flugticket, Reisepass und Kugelschreiber bereithalten). Es empfiehlt sich auch, den Impfausweis oder eine Kopie davon mitzunehmen.
Als Aufenthaltsort auf Madagaskar geben wir «Hotel San Cristobal, Antanananrivo» an.
Es wird sehr viel Wert darauf gelegt auf madagassisch geführte Lodges und Hotels, welche im Einklang mit der Natur und insbesondere mit dem gebotenen Respekt gegenüber der einheimischen Bevölkerung arbeiten. Wichtig ist auch das leckere und reichhaltige Essen. Denn nach einem Tag im Regenwald oder auf der Baobab-Allee gibt es nicht Ärgerliches als faden Reis und Miniportionen. Die meisten Hotels / Lodges sind schicke, saubere Mittelklasshotel und zeichnen sich durch einen auf den Gast abgestimmten Service aus. Je nach Abgeschiedenheit der Region, können die Zimmer aber auch sehr einfach sein.
Auf der Masoala Tour werden wir 4 Nächte in einem Zelt schlafen, da es keine Lodges gibt in dieser Region. Ebenso auf der Flussfahrt sind zwei Nächte in einem Zelt geplant.
Anreise nach Madagaskar
Die Anreise nach Antananarivo erfolgt grundsätzlich individuell. Von der Schweiz aus, gibt es leider keine Direkt-Flüge. Wir sind bis dato immer mit der Air France via Paris geflogen. Alternativen sind mit Ethiopian Airlines und neu auch die Emirates, welche Flüge anbieten.
Wir sind bei der Buchung des internationalen Fluges sonst gerne behilflich, falls Du Dir dies nicht zutraust.
Nachstehend beginnen die Programm-Teile jeweils mit der Ankunft in Antananarivo (zukünftig «Tana» genannt – ist einfach kürzer und auch typisch für Madagaskar).
Wenn Du mehr als für einen Teil mitmachst, gibt es in dem Sinne dann eine Überschneidung.
Auch gehen wir aktuell davon aus, dass Du am Abreise-Tag kein Hotel-Übernachtung mehr brauchst. Mit der Air-France ist der Abflug in der Regel kurz nach Mitternacht.
Solltet ihr einen anderen Heimflug wünschen, ist es jedoch kein Problem, noch eine Übernachtungsmöglichkeit in Tana zu organisieren.
Bei dem jeweiligen Tag ist ab dem zweiten Teil in Klammern der jeweilige Tag des entsprechenden Teils angegeben.
Teil 1 – Masoala
Tag 1: Flug nach Tana
Wenn Du in Tana auf dem Flughafen Ivato ankommst, gibt es als Erstes die Einreiseprozedur.
Das Visum wird gelöst und gewisse Einreiseformalitäten müssen ausgefüllt werden. Dabei erlebst Du schon das madagassische Tempo – es geht bereits etwas langsamer und es braucht seine Zeit. Also bring etwas Geduld mit.
Nach der Einreiseprozedur wirst Du abgeholt und im Hotel San Cristobal untergebracht. Wenn wir auf demselben Flug sind, dann sind wir selbstverständlich auch dabei.
Tag 2: Flug nach Maroantsetra
Heute erfolgt der Transfer zurück zum Flughafen von Ivato. Wir fliegen nach Maroantsetra, was auf Madagassisch „wo viele Schwerter sind“ bedeutet. Die Stadt befindet sich im Norden der Insel und liegt zwischen dem Meer und einem üppigen tropischen Regenwald am Ende der Bucht von Antongil, die fürs Tauchen bekannt ist. Es ist die grösste Bucht Madagaskars. In der Umgebung Maroantsetras leben zwei interessante Tierarten: der Tomatenfrosch (Discophus antongili) und der Gelbstreifentenrek (Hemicentetes semispinosus).
Übernachten werden wir im Hotel Masola Resort.
Tag 3: Umgebung von Maroantsetra
Von Maroantsetra aus begeben wir uns – je nach Jahreszeit zu Fuss oder per Boot – auf den Weg zur Gemeinschaftsreserve von Farankaraina, die an der Küste liegt. Unterwegs durchqueren wir Vanille- und Nelkenplantagen und entdecken das authentische Leben der Betsimisaraka, die hier vom Anbau und vom Meer leben. Bei Ihrer Ankunft erwartet uns eine erste Erkundungstour durch den Regenwald:
Üppige Vegetation, Rufe exotischer Vögel und die Möglichkeit, Lemuren, Chamäleons und seltene Orchideen zu beobachten.
Am Abend erleben wir die Magie des Waldes bei Nacht. Begleitet von den Lauten der Tropen machen wir uns auf die Suche nach nachtaktiven Lemuren, Fröschen und Geckos, und vielleicht entdecken wir sogar das geheimnisvolle Aye-Aye, das seltene Nachttier Madagaskars.
Übernachten werden wir in 2er-Zelten. Matratzen, Schlafsäcke und Kissen sind vorhanden.
Aus hygienischen Gründen empfehlen wir, einen Seidenschlafsack mitzunehmen. Dies gilt für alle Übernachtungen im Zeltlager.
Tag 4: Farakaraina Reservat
Dieser Tag ist ganz der Naturbeobachtung gewidmet. Verschiedene Pfade führen uns tief in den Regenwald, wo wir mehr über heilpflanzliche Bäume, tropische Vogelarten und die Beziehung der Dorfbewohner zum Wald erfahren. Immer wieder öffnen sich Lichtungen mit Blick auf das Meer – ein herrlicher Kontrast zwischen Grün und Blau.
Vor dem Abendessen starten wir zu einer weiteren Nachtwanderung auf neuen Pfaden. Mit Taschenlampe und erfahrenem Guide entdecken wir eine andere, geheimnisvolle Welt, in der jedes Geräusch lebendig wird.
Übernachten werden wir im Zeltlager.
Tag 5: Farankaraina – Lanovahana
Heute geht es weiter entlang der Küste Richtung Lanovahana. Der Weg führt durch kleine Dörfer, in denen Kinder lachen, Frauen Vanille zum Trocknen auslegen und Fischer ihre Netze flicken. Unterwegs bieten sich atemberaubende Blicke auf Buchten und tropische Hügel. In Lanovahana erwartet uns ein einfaches, aber charmantes Camp mitten in der Natur. Am Abend können wir die Umgebung erkunden – kleine Chamäleons, bunte Frösche und das Konzert der Nacht begleiten uns bei dieser entspannten Wanderung.
Übernachten werden wir im Zeltlager.
Tag 6: Lanovahana – Ambanizana
Die heutige Etappe führt uns zu Fuss weiter nach Ambanizana, dem Tor zum Nationalpark Masoala. Der Pfad schlängelt sich zwischen Meer und Regenwald, begleitet vom Rauschen der Wellen. Unterwegs haben wir Gelegenheit, Dörfer der Betsimisaraka zu besuchen und den Alltag dieser gastfreundlichen Bevölkerung kennenzulernen – vom Vanilleanbau bis zur Fischerei. Nach unserer Ankunft im kleinen Dorf Ambanizana unternehmen wir eine kurze Abendwanderung in der Umgebung. Vielleicht sehen wir Glühwürmchen oder hören die Rufe nachtaktiver Tiere – ein Vorgeschmack auf das, was uns morgen erwartet.
Übernachten werden wir im Zeltlager.
Tag 7: Transfer nach Masoala
Heute erfolgt unser Transfer nach Masoala, einem einzigartigen Fleckchen, an dem sich Primärwald und ruhiger Strand harmonisch vereinen. Die Bootsfahrt bietet bereits erste beeindruckende Ausblicke auf die Küste und die tropische Vegetation. Am Nachmittag unternehmen wir eine Wanderung im Wald der tausend Palmen. Madagaskar beheimatet mehr Palmenarten als der gesamte afrikanische Kontinent, und 99 % dieser Palmen sind endemisch – ein wahres Naturwunder. Hier beginnt unser Abenteuer, in einem der artenreichsten Schutzgebiete Madagaskars. Während unserer Wanderung entdecken wir dichten Regenwald, tosende Flüsse und eine Fülle an Tier- und Pflanzenarten – darunter Rotstirn-Lemuren, tropische Vögel, Schmetterlinge und Orchideen. Zwischendurch laden natürliche Aussichtspunkte zu kurzen Pausen mit herrlichem Blick auf die Küste ein. Vor dem Abendessen erwartet uns eine spannende Nachttour: Wir beobachten unter anderem Mausmakis, kleine Frösche, den Plattschwanzgecko (Uroplatus lineatus) und die faszinierende Dinopis-Spinne (Dinopis spec.), die zu den Höhepunkten dieser abendlichen Entdeckungstour zählen.
Übernachten werden wir im Hotel Chez Areol.
Tag 8: Entdeckung des Masoala Nationalparks
Mit einer Fläche von 210’000 Hektar ist der Masoala Nationalpark das grösste Naturschutzgebiet Madagaskars. Berühmt ist er auch für den Roten Vari (Varecia rubra), eines der eindrucksvollsten Tiere der Insel. Doch der Park hat noch viel mehr zu bieten: eine reichhaltige Reptilienwelt mit dem Pantherchamäleon (Furcifer pardalis), den Plattschwanzgeckos (Uroplatus fimbriatus), den imposanten Madagaskar-Taggeckos (Phelsuma madagascariensis grandis) sowie zahlreiche Froscharten, die in der üppigen, tropischen Vegetation leben.
Übernachten werden wir wieder im Hotel Chez Areol.
Ende Teil 1; Start Teil 2: Hochland
Tag 9 (1): Bootstransfer nach Maroantsetra, Rückflug nach Antananarivo
Heute heisst es Abschied nehmen von Masoala Nationalpark: Wir steigen erneut ins Boot und lassen die tropischen Strände, den dichten Regenwald und die faszinierende Tierwelt langsam hinter uns. Während das Wasser sanft an den Bootsrumpf plätschert, bleibt Zeit, die unvergesslichen Eindrücke der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. In Maroantsetra endet die Bootsfahrt und von hier aus treten wir den Rückflug nach Antananarivo an – mit Erinnerungen an ein kleines Paradies, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nach der Ankunft in Tana steht uns der Tag zur freien Verfügung – ideal, um sich zu erholen und sich ganz entspannt auf die kommenden Abenteuer vorzubereiten. Oder wir schauen dann spontan, was wir unternehmen können.
Sollte es nun schon nach Hause gehen, dann geht es zu gegebener Zeit zum Flughafen.
Am Abend werden wir die Teilnehmenden willkommen heissen, welche zum zweiten Teil zu uns stossen. Hier gilt dasselbe wie bei Tag 1 auf Seite 8 beschrieben.
Übernachten werden wir im Hotel San Cristobal.
Tag 10 (2): Die Kolonialstadt von Antsirabe, Tritriva Kratersee
Wir fahren heute rund 170 km südwärts auf landschaftlich schöner Strecke nach Antsirabe, einer ursprünglichen Kolonialstadt norwegischer Missionare. Auf dem Weg kommen wir an kleinen Dörfern vorbei, wo sich uns die traditionellen und roten Lehmhäuser der Gegend erschliessen. Hier angekommen, sind wir zu einem einmaligen Erlebnis eingeladen. Wir machen uns auf den Weg, um den Tritriva See zu entdecken. Unterwegs kommen wir an mehreren Dörfern vorbei, bis wir unser Ausflugsziel erreichen. Die ganze Gegend ist vulkanischen Ursprungs. Dieser Kratersee liegt verschaltet auf einer Höhe von etwa 1’880 m. Um den See ranken sich einige Geschichten. Wir haben eine schöne Aussicht auf die Dörfer und die Felder der für die Brauerei in Antsirabe arbeitenden Getreidebauern. Wir besuchen Märkte und historische Orte.
Übernachten werden wir in der Ecolodge Chambre du Voyageur.
Tag 11 (3): Handwerkskunst und Hochlandlandschaften
Heute führt uns die Reise von Antsirabe nach Ambalavao, mitten durch das Herz des madagassischen Hochlands. Auf den erneut rund 170 km erleben wir unterwegs eine faszinierende Mischung aus Kultur, Natur und traditionellem Handwerk. Unser erster Halt ist in Ambositra, der Hauptstadt der Holzschnitzkunst. Hier besuchen wir eine Werkstatt, in der die talentierten Handwerker der Zafimaniry-Kultur ihre Kunst zeigen. Mit einfachsten Werkzeugen entstehen filigrane Muster und kunstvoll verzierte Möbelstücke, die zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO zählen. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Ambositra entdecken wir traditionelle Häuser mit geschnitzten Holzbalkonen und kleine Läden voller handgefertigter Souvenirs. Anschliessend setzen wir unsere Fahrt fort Richtung Ambalavao. Die Landschaft wird offener und wilder – sanfte Hügel, rote Erde, weite Täler und Zebus, die ruhig über die Strassen ziehen, prägen das Bild. Je näher wir Ambalavao kommen, desto stärker spüren wir die warme Atmosphäre des Südens – ein Ort, an dem Hochlandkultur und südliche Lebensfreude aufeinandertreffen.
Schlafen werden wir in der Betsileo Country Lodge.
Tag 12 (4): Anja Reservat, Tanala Dorf
Heute besuchen wir den Anja Park. Dieser Park ist ein Naturschutzgebiet in Madagaskar, das sich am Eingang der Stadt von Ambalavao befindet. Das Gebiet umfasst eine Fläche von etwa 30 Hektaren und ist bekannt für seine Felsenlandschaften und die dort lebenden Kattas, die zu den bekanntesten Lemurenarten Madagaskars zählen. Kattas gehören zur Gruppe der Lemuren und sind wegen ihres spezifischen Sozialverhaltens neben den Sifakas wohl die amüsantesten Vertreter der madagassischen Tierwelt. Der Anja Park ist zudem ein beliebtes Ziel für Reisende, die auf Wanderungen die einzigartige Flora und Fauna erkunden möchten. Es werden auch Führungen angeboten, bei denen Besucher mehr über die Kultur der örtlichen Bevölkerung erfahren und traditionelle Kunsthandwerksprodukte kaufen können. Der Park ist nicht nur ein wichtiger Lebensraum für die Tiere, sondern auch ein wichtiges Beispiel für die Erhaltung und den Schutz der Artenvielfalt in Madagaskar.
Im Anschluss setzen wir unseren Weg nach Ranomafana fort, wo sich der Nationalpark von Ranomafana befindet. Die Strecke beträgt rund 125 km und führt uns zu den letzten Bergnebelwäldern dieser Erde. Bevor wir das nächste Abenteuer des Tages erleben, machen wir eine kurze Pause im Hotel.
Danach machen wir uns auf den Weg nach Ifanadiana, wo das Tanala-Dorf auf uns wartet. Hier erwartet uns ein authentisches kulturelles Erlebnis: Wir besuchen ein typisch madagassisches Dorf und haben die Möglichkeit, den Tanala-Stamm kennenzulernen und mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu treten. Wir erleben den Alltag der Dorfbewohner, die unter einfachsten Bedingungen leben – ein Einblick, der uns die Realität Madagaskars näherbringt. Anschliessend kehren wir nach Ranomafana zurück.
Übernachten werden wir in der Setam Lodge.
Tag 13 (5): Entdeckung des Nationalparks von Ranomafana, Nachtwanderung
Ranomafana gehört zu den letzten Bergnebelwäldern dieser Erde und hält für alle Naturfreunde zahlreiche spektakuläre Einsichten bereit, von denen einige sicherlich unvergesslich sein werden. Der Ranomafana Nationalpark ist die Heimat zahlreicher Tier‐ und Pflanzenarten, von denen heute leider zahlreiche Gattungen stark vom Aussterben bedroht sind. Wir werden heute diesen Park und seine Geheimnisse entdecken. Bemerkenswerte Vögel im Ranomafana sind: Blue vanga, Crested drongo, Forest rock thrush, Madagascar cuckoo‐shrike, Pitta‐like ground roller.
Den Abend lassen wir mit einer Nachtwanderung am Rande des Waldes ausklingen. Frösche, Schlangen und weitere nachtaktive Tiere können mit etwas Glück unseren Weg kreuzen.
Übernachten werden wir in der Setam Lodge.
Tag 14 (6): Zweite Wanderung im Ranomafana Nationalpark
Am heutigen Tag findet die zweite Besichtigung des Nationalparks von Ranomafana statt. Wir lassen uns bei einem Rundgang in die Geheimnisse des Parks einweihen. Er ist eines der grössten Bergnebelwaldreservate der Welt und viele endemische Tiere können aus der Nähe beobachtet werden: Vögel, Chamäleons, Schmetterlinge, Frösche und 12 Lemurenarten leben hier. Der deutsche Primatologe Bernhard Meier hat 1986 durch seine Entdeckung einer neuen Bambuslemurenart, des goldenen Bambuslemurs „Hapalemuraureus“ zur Entwicklung des Naturtourismus im Nationalpark von Ranomafana einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Übernachten werden wir in der Setam Lodge.
Tag 15 (7): Ankazomivady Reservat, Reiskultur
Heute nehmen wir Abschied von der grünen Welt des Ranomafana-Nationalparks und kehren nach Antsirabe zurück. Leider gibt es keinen anderen Weg und wir dürfen die rund 270 km zurückfahren. Der Tag steht im Zeichen von Natur und Kultur. In Ankazomivady legen wir einen Halt ein. Dieses kleine, von einer lokalen Vereinigung gegründete Waldreservat dient dem Schutz der letzten Primärwälder des Hochlands. Bei einem Spaziergang durch den Wald können wir mit etwas Glück braune Lemuren beobachten und eine erstaunliche Vielfalt an Orchideen entdecken. Anschliessend setzen wir unsere Fahrt fort – und eine beeindruckende Szenerie begleitet uns: weite Reisterrassen, die sich sanft an die Hänge schmiegen. Je näher wir Antsirabe kommen, desto stärker prägen diese kunstvoll angelegten Felder das Landschaftsbild. Hier wird der Reis, das wichtigste Grundnahrungsmittel der Madagassen, noch nach traditioneller Art angebaut – mit einfachen Werkzeugen, von Zebus gezogenen Pflügen und viel Handarbeit. Der Reisanbau bestimmt das Leben vieler Familien: Vom Pflügen über das Umpflanzen bis hin zur Ernte sind oft alle Generationen beteiligt. Wenn es die Zeit erlaubt, können wir selbst einen Einblick in diese authentische ländliche Tätigkeit gewinnen – ein Moment, der uns dem madagassischen Alltagsleben näherbringt.
Übernachten werden wir wieder in der bereits bekannten Ecolodge Chambre du Voyageur.
Tag 16 (8): Üppige Vegetation des Ostens
Wir verlassen die Hochebene von Antsirabe und fahren ostwärts nach Andasibe. Die rund 320 km lange Strecke führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die das Herz Madagaskars widerspiegelt. Zunächst begleiten uns weite Reisterrassen, Zebus auf den Feldern und kleine Hochlanddörfer mit ihren typischen roten Lehmhäusern. Die Menschen hier leben vom Ackerbau und vom Handwerk – unterwegs sehen wir Töpfer, Schmiede oder Frauen, die ihre Waren am Strassenrand anbieten. Allmählich verändert sich das Bild: Die Hügel werden steiler, das Klima feuchter, und dichter Bergwald rückt näher. Palmen, Farnbäume und Bambus säumen nun die Strasse, während Nebelschwaden zwischen den Hängen aufsteigen – ein Zeichen, dass wir den Regenwäldern des Ostens entgegenfahren. Am Nachmittag erreichen wir Andasibe, ein ruhiges Dorf, umgeben von üppiger Natur. Nach dem Einchecken unternehmen wir eine Nachtwanderung im Analamazaotra-Nationalpark. Mit etwas Glück entdecken wir dabei Chamäleons, Frösche, Geckos und nachtaktive Lemuren – ein faszinierender Einblick in das geheimnisvolle Leben des madagassischen Regenwaldes.
Übernachten dürfen wir in der Longoza Lodge.
Tag 17 (9): Nationalpark von Analamazaotra, Besichtigung des Mantadia-Nationalparks
Am heutigen Tag machen wir uns auf, um den beeindruckenden Nationalpark von Analamazaotra zu besuchen und um ein Gespür für diesen Naturraum zu bekommen. Hier suchen wir hauptsächlich nach den Indris, den grössten lebenden Lemuren. Ausser den Indris bewundern wir aber auch die Artenvielfalt, die der Park uns bietet. Endemische Pflanzen sowie andere Tierarten wie Geckos und andere Lemuren sind ebenso sehenswert im Park.
Anschliessend steht ein Ausflug in den Mantadia-Nationalpark auf dem Programm. Nur wenige Kilometer von Andasibe entfernt, erwartet uns hier ein ursprünglicher Regenwald von beeindruckender Vielfalt. Der Park gilt als wahres Refugium der Artenvielfalt: Neben verschiedenen Lemurenarten leben hier auch farbenprächtige Chamäleons, unzählige Vogelarten und eine faszinierende Insektenwelt. Bei einer geführten Wanderung durch den dichten Primärwald tauchen wir ein in eine spektakuläre Landschaft, geprägt von uralten Bäumen, moosbewachsenen Stämmen und dem Rauschen kleiner Wasserfälle. Jede Wegbiegung hält neue Entdeckungen bereit – ein Paradies für Naturfreunde und Fotografen gleichermassen.
Am Nachmittag haben wir Zeit zur freien Verfügung, um die Umgebung nach eigenen Vorstellungen zu erkunden oder einfach zu entspannen.
Übernachten werden wir wieder in der Longoza Lodge.
Tag 18 (10): Maromizaha Park
Wir unternehmen einen ganztägigen Rundgang durch das Naturschutzgebiet von Maromizaha. Es ist für seine aussergewöhnliche Biodiversität bekannt. Der Maromizaha-Park zeichnet sich durch einen dichten und üppigen tropischen Regenwald aus. Die Landschaft ist abwechslungsreich und umfasst mit tropischer Vegetation bedeckte Hügel, gewundene Flüsse und tiefe Täler. Der Park beherbergt ein reiches Mosaik an Ökosystemen, das von dichten Wäldern bis zu offeneren, semiariden Gebieten reicht. Er ist die Heimat mehrerer endemischer Arten Madagaskars, darunter einige Lemuren wie der Schwarze Lemur (Eulemur macaco) und der Rotbauch-Lemur (Eulemur rufus). Ausserdem gibt es zahlreiche Vogel-, Reptilien- und Amphibienarten, von denen viele selten oder bedroht sind. Die Flora des Parks ist ebenso vielfältig, mit majestätischen Bäumen, riesigen Farnen und einer Vielzahl von Orchideen und Heilpflanzen. Das Kronendach des Waldes ist reich an Pflanzenarten und schafft einen komplexen Lebensraum für die Tierwelt. Ein Tag voller Eindrücke neigt sich heute dem Ende zu.
Übernachten werden wir wieder in der Longoza Lodge.
Tag 19 (11): V.O.I.M.M.A
Heute entdecken wir den V.O.I.M.M.A Park. Das Reservat ist ein herausragendes Beispiel für nachhaltigen Ökotourismus und gemeinschaftlich geführten Naturschutz. Der Name V.O.I.M.M.A. steht für „Vondron’olona Ifotony Miaro sy Mitia ny Ala“, was auf Deutsch «Dorfgemeinschaft, die sich für den Waldschutz und Waldliebe engagiert» übersetzt heisst. Im Jahr 2012 gründeten die Dorfbewohner von Andasibe dieses Reservat, um ihre natürlichen Ressourcen selbst zu verwalten und gleichzeitig vom Ökotourismus zu profitieren. Der Abend lässt sich mit einer Nachtwanderung im Herzen des Nationalparks von Analamazaotra ausklingen.
Übernachten werden wir wieder in der Longoza Lodge.
Tag 20 (12): Madagascar exotique
Wir fahren heute rund 140 km nach Tana zurück. Angekommen in Marozevo steht eine Besichtigung der Privatfarm von Peryeras “Madagascar Exotique“ auf dem Programm. Fast alle Chamäleonarten Madagaskars sowie Eidechsen, Schlangen, Fledermäuse und andere Tiere, die stark vom Aussterben bedroht sind, werden in dieser Privatfarm gezüchtet. Schon beim Betreten des Reservates tauchen wir in eine vollkommen andere Welt ein: Leuchtend grüne Chamäleons, zarte Geckos, geheimnisvolle Stabschrecken und bunte Frösche können hier aus nächster Nähe beobachtet werden. Nach diesem interessanten Abenteuer setzen wir unseren Weg nach Tana fort. Nach unserer Ankunft in Tana beziehen wir unser Zimmer. Der restliche Tag steht uns für eigene Unternehmungen zur freien Verfügung.
Übernachten werden wir im altbekannten San Cristobal Hotel.
Falls jemand nur den dritten Teil mitmachen will, aber die Stadtrundfahrt auch gerne mitfahren möchte, soll sich bei uns melden. Ein Einstieg ist auch heute schon möglich, um so morgen dabei sein zu können.
Ende Teil 2; Start Teil 3: Flussfahrt und Trockenwald
Tag 21 (13 / 1): Tana mit anderen Augen – Manjakamiadana und Palast von Ambohimanga
Der Tag beginnt mit einer Stadtrundfahrt durch Antananarivo, bei der wir das pulsierende Leben der Hauptstadt kennenlernen. Wir besuchen bunte Märkte, koloniale Gebäude und wichtige Plätze wie die Avenue de l’Indépendance sowie die Kathedrale von Andohalo. Dabei erhalten wir einen umfassenden Eindruck von der Kultur, Geschichte und dem Alltag der Madagassen. Anschliessend steht der Besuch des Manjakamiadana-Palastes, auch bekannt als Königspalast von Antananarivo, auf dem Programm. Hoch über der Stadt gelegen, beeindruckt der Palast durch seine Architektur und die reiche Geschichte der Merina-Dynastie. Zudem geniessen wir von hier aus einen spektakulären Panoramablick über die Hauptstadt. Am Nachmittag fahren wir zum königlichen Hügel von Ambohimanga, einer UNESCO-Welterbestätte und einem der bedeutendsten historischen und spirituellen Orte Madagaskars. Hier besichtigen wir die Palastanlagen, Zeremonialplätze und heiligen Stätten der Merina-Könige. Die harmonische Kombination aus Kultur, Geschichte und Natur macht den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Sollte es nun für einige schon nach Hause gehen, dann geht es zu gegebener Zeit zum Flughafen.
Zudem werden wir die Teilnehmenden willkommen heissen, welche für den dritten Teil zu uns stossen. Hier gilt dasselbe wie bei Tag 1 auf Seite 8 beschrieben.
Übernachten werden wir im Hotel San Cristobal.
Tag 22 (14 / 2): Auf ins Sakalava Land
Unsere Entdeckungsreise beginnt heute mit der Fahrt nach Miandrivazo im Südwesten Madagaskars. Die Teilnehmenden vom zweiten Teil kennen die erste Hälfte dieser Strecke schon. Was nicht heisst, dass es nicht immer etwas Neues zu entdecken gibt.
Bis Antsirabe ist die Landschaft von sanften Hügeln, Reisterrassen und glitzernden Gewässern geprägt. Danach folgen wir der kurvenreichen Nationalstrasse 34, die uns weiter bis ins Städtchen Miandrivazo führt. Unterwegs verändert sich die Landschaft eindrucksvoll: Die saftig grünen Reisfelder weichen allmählich einer weiten, afrikanisch anmutenden Savanne, die sich über Berge und Täler erstreckt. Am späten Nachmittag tauchen die warmen Sonnenstrahlen das goldene, ausgetrocknete Gras in magisches Licht – und entführen uns in eine stille Welt, in der Natur und Weite unsere einzigen Begleiter sind.
Übernachten werden wir im Hotel Soa Lia.
Tag 23 (15 / 3): Idyllische Flussfahrt auf dem Tsiribihina
Am Vormittag starten wir von Miandrivazo aus zu einer etwa einstündigen Fahrt nach Masiakampy – dem Ausgangspunkt unserer atemberaubenden Fahrt auf dem Fluss Tsiribihina. Diese unvergessliche Bootstour gehört zu den beliebtesten Naturerlebnissen Madagaskars und ist ein echtes Highlight. Unterwegs geniessen wir die eindrucksvollen Naturlandschaften, lassen unsere Seelen baumeln und tauchen ein in die entspannte Atmosphäre des Flusses. Zur Mittagszeit erwartet uns ein Picknick am Ufer – eine willkommene Erfrischung mitten in der Wildnis. Anschliessend geht es weiter flussabwärts, bis wir am späten Nachmittag den Campingplatz erreichen. Abends sorgt traditionelle Live-Musik am Lagerfeuer für einen stimmungsvollen Ausklang des Tages.
Übernachten werden wir im Zeltlager.
Tag 24 (16 / 4): Die Seele des Tsiribihina
Der zweite Tag auf dem Tsiribihina beginnt mit dem sanften Gluckern des Wassers gegen den Bootsrumpf und dem ersten Sonnenlicht, das die Nebelschwaden über dem Fluss langsam vertreibt. Während wir unser Frühstück geniessen, gleitet das Boot bereits wieder gemächlich flussabwärts, vorbei an imposanten Steilwänden, üppigem Tropengrün und kleinen Dörfern, die scheinbar vergessen in der Zeit am Ufer liegen. Der Fluss zeigt heute seine wilde Schönheit. Kormorane und Reiher begleiten uns eine Weile, und mit etwas Glück lassen sich sogar Lemuren in den Bäumen entdecken. Immer wieder springen Kinder lachend ins Wasser, winken uns zu und rufen fröhliche „Salama!“- Hallo.
Am späten Vormittag erreichen wir einen Seitenarm des Flusses, von dem aus wir zu Fuss zu einem versteckten Wasserfall wandern. Die kurze Wanderung führt durch dichten Wald, begleitet von Vogelrufen und dem Rascheln der Blätter. Die Erfrischung am natürlichen Pool unter dem Wasserfall ist nach der Hitze des Vormittags ein besonderer Höhepunkt – kristallklares Wasser, von hohen Felsen umgeben, mitten im Nirgendwo. Am Nachmittag geht die Fahrt weiter durch immer abwechslungsreicher werdende Landschaft. Die Ufer wechseln zwischen lichter Savanne, Palmenhainen und kleinen Mangrovenwäldern. Die Zeit scheint stillzustehen. Gegen Abend schlagen wir unser Lager auf einer Sandbank auf. Während das Feuer knistert und der Duft vom Abendessen in der Luft liegt, versinkt die Sonne blutrot hinter dem Horizont. Die Nacht bricht herein, und der Himmel über dem Tsiribihina verwandelt sich in ein endloses Meer aus Sternen. Ein Tag voller Natur, Begegnungen und Abenteuer endet – und lässt erahnen, wie besonders diese Reise noch werden wird.
Übernachten werden wir im Zeltlager.
Tag 25 (17 / 5): Ende der Flussfahrt, das trockene Gebiet von Kirindy
Heute heisst es Abschied nehmen von der idyllischen Flusslandschaft des Tsiribihina. Unsere Reise führt uns weiter nach Belo am Tsiribihina, einem ruhigen Ort in der Region Menabe. Unterwegs fahren wir durch weite Savannenlandschaften, vorbei an kleinen Sakalava-Dörfern, in denen das traditionelle Leben spürbar ist. Die heutige Endstation heisst Kirindy. Vor dem Abendessen erwartet uns bereits ein erstes Erlebnis: eine spannende Nachtwanderung durch den Trockenwald von Kirindy. Mit etwas Glück entdecken wir nachtaktive Geckos der endemischen Gattung Paroedura sowie den scheuen Westlichen Gabelstreifenmaki (Phaner pallescens). Kirindy ist jedoch vor allem berühmt für zwei aussergewöhnliche Arten: die Fossas (Cryptoprocta ferox), Madagaskars grösste Raubtiere, und die seltenen Riesenspringratten (Hypogeomys antimena). Letztere sind streng auf ein kleines Gebiet im Sakalava-Land zwischen den Flüssen Tomitsy und Tsiribihina beschränkt und zählen zu den besonderen Kostbarkeiten der madagassischen Tierwelt.
Übernachten werden wir im Hotel Relais du Kirindy.
Tag 26 (18 / 6): Tageswanderung im Kirindy-Wald
Am frühen Morgen brechen wir zu einer spannenden Wanderung durch den Trockenwald von Kirindy auf – ein einzigartiges Ökosystem, das immer wieder Überraschungen bereithält. Mitten in dieser besonderen Landschaft befindet sich ein Forschungsgebiet des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) der Universität Göttingen. Der Kirindy-Wald beherbergt zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten. Besonders faszinierend ist der kleinste Primat der Welt: der winzige Mausmaki, der kaum 36 Gramm wiegt und flink durch das Geäst huscht. Mit etwas Glück begegnen wir auch seltenen Vogelarten wie dem auffälligen Weisskopfvanga, dem eleganten Sichelvanga oder dem charakteristischen Hakenschnabelvanga – alles Vertreter der endemischen Vangawürger-Familie. Ebenfalls zu Hause im Kirindy ist die Kurzfuss-Stelzenralle (Mesitornis variegata), eine weitere seltene Vogelart Madagaskars, die mit etwas Geduld beobachtet werden kann. Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung. Wir können die Zeit nutzen, um die Umgebung in Ruhe zu erkunden oder am Pool zu entspannen.
Übernachten werden wir im Hotel Relais du Kirindy.
Tag 27 (19 / 7): Verliebte Baobabs, die Küstenstadt von Morondava
Am heutigen Tag haben wir noch Zeit für einen Rundgang durch das Kirindy Reservat. Diese zweite Wanderung führt tiefer in den trockenen Laubwald von Kirindy, wo die Chancen steigen, einige der seltensten Tiere Westmadagaskars zu beobachten. Der Weg verläuft durch lichter werdende Wälder und sonnige Lichtungen, auf denen sich oft Sifakas, braune Lemuren oder neugierige Fossas zeigen. Während des Rundgangs erklären die Guides die Besonderheiten des Ökosystems – von den riesigen Baobabs bis zu den perfekt getarnten Riesenspringmäusen und Reptilien. Die Tour ist ruhig, angenehm und ideal, um die einzigartige Atmosphäre des Waldes zu geniessen und weitere Tierbeobachtungen zu machen, die wir am gestrigen Tag vielleicht verpasst haben. Im Anschluss nehmen wir Abschied von diesem trockenen Buschwald und brechen nach Morondava auf.
Doch bevor wir die Küste erreichen, erwartet uns noch ein magischer Anblick: die legendären Baobabbäume, Wahrzeichen der Region Menabe. Die eindrucksvollen Riesen der Art Adansonia grandidieri ragen wie Naturdenkmäler in den Himmel und verleihen der Landschaft ein beinahe surreal wirkendes Bild. Manche der Bäume scheinen sich zu umarmen – eine Laune der Natur, die ihnen den liebevollen Namen „verliebte Baobabs“ eingebracht hat. Dieser Moment, wenn die warmen Sonnenstrahlen auf die dicken, glatten Stämme fallen und die Silhouetten der Baobabs sich vom Himmel abheben, bleibt unvergesslich. Anschliessend fahren wir weiter zur Küstenstadt Morondava.
Übernachten werden wir im Hotel Chez Maggie.
Tag 28 (20 / 8): Zaza Malala
Den heutigen Tag verbringen wir rund um Morondava. Die Besichtigung eines Privatreservates, das von der NGO «Zaza Malala» geschützt wird, steht heute auf dem Programm. Es geht sowohl um ein Naturschutzgebiet als auch um einen botanischen Garten. Das Hauptziel der NGO ist der Schutz bedrohter Pflanzen und Tiere des Westens und der Menabe-Region. Für Tierliebhaber ist dies der ideale Ort, um Lemuren wie den Sifaka- und den Kattalemuren zu beobachten. Zaza Malala beherbergt auch eine der sieben in Madagaskar vorkommenden Baobabarten, die Adansonia Za.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Übernachten werden wir wieder im Hotel Chez Maggie.
Tag 29 (21/ 9): Kivalo
Heute fahren wir nach Kivalo, um weitere Wunder der Menabe-Region zu entdecken. In Kivalo, einem Ökotourismus-Standort, spielt die lokale Gemeinschaft eine zentrale Rolle im Bereich des nachhaltigen Tourismus. Besucher werden direkt über die Bedeutung der nachhaltigen Erhaltung der Mangrovenwälder informiert, die eine wichtige touristische Attraktion und ökologischer Reichtum der Region darstellen. Das Gemeinschaftsprojekt konzentriert sich auf die Mangrovenwälder, die nicht nur touristisch attraktiv sind, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur Umwelterhaltung leisten. Das langfristige Ziel der lokalen Gemeinschaft ist es, Kivalo zu einem führenden Reiseziel für nachhaltigen Tourismus zu entwickeln. Das Dorf bietet ideale Bedingungen für Aktivitäten wie Vogelbeobachtung, Wanderungen und Kanufahrten durch die Mangrovenwälder. Wenn wir den Einheimischen näherkommen wollen, ist Kivalo auch ein idealer Ort, um das tägliche Leben der Sakalava zu beobachten, oder wir können auch Fischer treffen. Damit beenden wir unser heutiges Abenteuer. Wer noch Lust hat, kann am Ende des Nachmittags den madagassischen Himmel unter den Baobabs geniessen.
Übernachten werden wir wieder im Hotel Chez Maggie.
Tag 30 (22/ 10): Tag zur freien Verfügung
Wir gönnen uns heute noch eine Verschnaufpause vom Alltag und lassen uns von der Sonne am Rande des Strandes verwöhnen.
Übernachten werden wir wieder im Hotel Chez Maggie.
Tag 31 (23/ 11): Flug nach Antananarivo
Heute nehmen wir Abschied von der Küste Morondava und fliegen zurück nach Antananarivo. Der restliche Tag steht uns zur freien Verfügung und wir finden sicherlich noch was zum Unternehmen.
Tag 32 (24/ 12): Flug zurück in die Schweiz oder weiter nach eigenem Programm
Heute geht es wieder Richtung Heimat. Sollte Dein Flug nicht auch kurz nach Mitternacht starten, können wir sicherlich eine Übernachtung organisieren, bis zu Deinem Abflug.
4 ½ ereignisreiche Wochen sind vorbei und wir haben hoffentlich einen Sack voller Erinnerungen mitgenommen und können die Eindrücke verarbeiten. Tragen in unseren Herzen viele schöne und interessante Begegnungen.
Und wenn wir angekommen sind, heisst es vermutlich auch von uns:
«Salama, vaovao?» («Hallo, was gibt’s Neues?») und dass wir alle ein wenig «mora, mora» in unseren Alltag mitnehmen können.
Kosten
Leider können wir die Reise nicht gratis anbieten. Deshalb das «Unangenehme» zum Schluss.
Wir haben als Kostenbasis jeweils 4 Teilnehmende genommen. Wir sind ja zu zweit mit dabei, und sollten sich auf jedem Streckenabschnitt noch zwei weitere Teilnehmende finden, dann sind dies die angegebenen Preise.
Die Preisbasis ist berechnet mit Übernachtung im Doppel- oder Twin-Bett-Zimmer. Einzelzimmerzuschlag können wir anfragen, falls der Bedarf da ist.
Die Preise sind im Baukastensystem aufgebaut. Sprich einfach zusammenzählen, wenn Du bei mehr als einem Teil mitreisen willst.
Sollten wir mehr als vier Personen sein (Limite sind 8 Reisende), so reduzieren sich die Preise noch ein wenig, da die Fahrer und die Reiseleitung durch mehr Teilnehmende geteilt werden können. Übernachtungskosten, Inlandflüge etc. bleiben gleich.
Wenn sich nur 1 weitere teilnehmende Person findet, dann wird der angegebene Preis leider ein klein wenig ansteigen.
| Teil-Reise | Speziell zu erwähnen | Preis bei 4 Personen |
| 1: Masoala | Vollpension im Zeltlager und Hotel Chez Arol Lodge 2 Inlandflüge sind eingerechnet. Leider der teuerste Teil – aber auch der Exklusivste… | CHF 3’200.- |
| 2: Hochland | Halbpension in der Setam Lodge | CHF 2’050.- |
| 3: Kirindy | Inlandflug ist inklusive | CHF 2’450.- |
Reise-Informationen – was ist inklusive:
- Maximal 8 Teilnehmende
- Transfer von und zum Flughafen bei Ankunft und Abreise in Tana
- Alle Übernachtungen inkl. der angegebenen Verpflegung während der Tour
- 1 Liter Mineralwasser pro Person und Tag
- Englisch- oder französisch-Sprechender Fahrer und Fahrzeug inklusive Benzin
- Deutsch-Sprechende Reiseleiterin
- Transporte via Auto, Bus, Boot und Flugzeug (Inlandflüge)
- Alle Eintrittsgelder für die geplanten Ziele, Schutzgebiete und Nationalparks
- Local forest guides in den Nationalparks, Reservaten und anderen Schutzgebiete
Und was nicht dabei ist in den oben stehenden Preisen:
- Internationalen Flug inkl. Anreise zum Flughafen in der Schweiz / Europa
- Visa
- Mittag- und Abendessen sowie Getränke (sofern nicht anders beschrieben)
- Persönliche Hotelspesen (z.B. Wäsche waschen, Massagen usw.)
- Trinkgelder
- Individuelle, nicht in der Reiseplanung enthaltene Ausflüge und Unternehmungen
- Reiseversicherungen (Auslandskrankheiten, Unfall-, Gepäck-, Rückreiseversicherung)
Welche Kosten kommen noch zusätzlich auf Dich zu
Die nachstehende Aufstellung – teilweise auch nur als Gedächtnisstütze – ist selbstverständlich sehr individuell und stimmt mit Sicherheit nicht auf den Franken genau. Auch hat jeder seine eigenen Bedürfnisse, Souvenirs, Essen und Trinken. Deshalb kann die nachfolgende Aufstellung nur ein Anhaltspunkt sein.
| Was | Wieviel / Person |
| Bahnfahrt von zu Hause bis zum Flughafen | Individuell |
| Falls das Auto eine Option ist, Parking | Individuell |
| Allenfalls Übernachtung beim Flughafen | ca. CHF 100.00 |
| Internationaler Flug CH – Tana Beispiel mit Air France | Economy: ca. CHF 1’300.- Premium Eco.: ca. CHF 2’000.- |
| Visum Madagaskar | Bis 15 Tage: 10 €/ 10 $ 16-30 Tage: 35 € / 37 $ 31-60 Tage: 40 € / 45 $ |
| Mahlzeiten & Getränke (Mittag- und Abendessen) | ca. CHF 35.- – 50.- / Tag |
| Trinkgeld | ca. CHF 10.- / Tag |
| Wäsche waschen (je nachdem wird je Kleidungs-Stück oder je Waschgang abgerechnet) | ca. CHF 5.- – 10.- / Wäsche |
Bei den Mahlzeiten ist in der Regel ein 3-Gang-Menü (Vorspeise, Hauptgang, Dessert) eingerechnet. In einem Hotel oder einer Lodge kostet ein Hauptgang ca. CHF 7.-, Vorspeise und Dessert je ca. CHF 3.50. In der Regel kann man wählen, was man alles will, und meist hat es 2–3 Optionen zur Auswahl. In einem lokalen Restaurant sind die Preise meist tiefer.
Weitere Preisbeispiele weiter unten.
Beim Trinkgeld-Vorschlag ist alles eingerechnet. Sprich Local Guides, Späher, Fahrer, Reiseleiterin, Gepäckträger, Kellner usw.
Bedenkt auf der einen Seite, dass Madagaskar zu den ärmsten Ländern gehört. Und wenn z.B. teilweise die Gepäckstücke über Treppen und in den weitläufigen Lodge geschleppt werden müssen, sind die CHF 0.20-0.40 / Gepäckträger kein Betrag, der uns «umbringt». Seid also grosszügig – aber nicht zu überheblich. Mehr Tipps haben wir euch diesbezüglich noch später.
Und um es schon vorab zu nehmen. In Madagaskar gilt nach wie vor die Wahrheit: «Nur Bares ist Wahres». Kreditkarten können manchmal akzeptiert werden – sofern das Ganze dann auch funktioniert. Ebenso Euro oder Dollar in gewissen Hotels. Allerdings ist unsere Erfahrung, dass man sich nicht darauf verlassen darf und man am besten mit Ariary reist. Ausserhalb der Touristenhotels gibt es ohnehin nichts ohne Ariary.
Euros haben sich bewährt für den Geldwechsel, und ihr werdet sehen, dass ihr so kurzfristig zu Millionären werdet. Mehr dazu aber sonst auch zu einem späteren Zeitpunkt.
Preisbeispiele
| Was | Preis |
| 1 Flasche Bier 0,65l im Hotel / Lodge | ca. CHF 2.20 |
| 1 Flasche 1,5l Wasser | im Hotel: ca. CHF 1.60 auf dem Markt: ca. CHF 0.90 im Supermarkt: ca. CHF 0.70 |
| 1 Flasche 1 l Cola | im Hotel: ca. CHF 1.80 im Supermarkt: ca. CHF 1.50 |
| Cocktail / Longdrink im Hotel / Lodge | ca. CHF 3.60 |
| 100g Vanille-Schotten (ca. 30 Stengel) | ca. CHF 9.00 |
| 1 Bund Minibananen auf dem Markt | ca. CHF 0.50 |
| 6 Mangos auf dem Markt | ca. CHF 0.50 |
| 1 Bund Litschis (ca. 20 Stk.) | ca. CHF 0.30 |
| 0,5 kg Pfeffer | ca. CHF 5.50 |
Die Preisbeispiele sind von unserer letzten Reise. Es kann also sein, dass diese noch leicht variieren – und wie bei uns, vermutlich nicht nach unten…
Unterkunftsliste
Nachstehend unsere Übernachtungsplätze – Änderungen vorbehalten
| Hotel / Lodge | Verpflegung | |
| Hotelname Adresse Telefon Homepage | Hotel San Cristobal Lot MAI 33 Maibahoaka Ivato Talatamaty, Antananarivo, Antananarivo Province, 105 booking@sancristobal.mg +261 34 05 024 91 https://www.sancristobal.mg | Frühstück |
| Hotelname Adresse Telefon | Hotel Masoala Resort Andranonagozy Andranonagozy Maroantsetra, 512, Madagaskar +261 32 11 075 51 | Frühstück |
| Hotelname Adresse Telefon Homepage | Hotel Chez Aroel Parc National de Masoala, B.P.94, Maroantsetra 512 ecolodgechezarol@gmail.com +261 32 40 889 02 https://www.arol-ecolodge.com/ | Vollpension |
| Hotelname Adresse Telefon | Eco Lodge Les Chambres Du Voyageur rte circulaire derrière la gare Antsirabe 201 +261 32 83 083 61 | Frühstück |
| Hotelname Adresse Telefon Homepage | Betsileo Country Lodge RN7 (8km south of Ambalavao), 303, BP63 info@betsileocountrylodge.com +261 34 42 363 16 https://betsileocountrylodge.com/ | Frühstück |
| Hotelname Adresse Telefon | Setam Lodge RN 25, Ranomafana +261 34 59 310 71 | Halbpension |
| Hotelname Adresse Telefon Homepage | Longoza Lodge Andasibe, Madagascar contact@longozalodge.com +261 32 03 283 01 https://longozalodge.com/ | Frühstück |
| Hotelname Adresse Telefon | Soa Lia Hotel Ampanasana, Miandrivazo 617, Madagaskar +261 38 34 121 07 | Frühstück |
| Hotelname Adresse Telefon Homepage | Relais Du Kirindy Parc du Kirindy, 615 Kirindy info@relaisdukirindy.com +261 34 07 205 53 https://www.relaisdukirindy.com/de/ | Frühstück |
| Hotelname Adresse Telefon Homepage | Hotel Chez Maggie Nosy Kely, Morondava info@chezmaggie.com +261 20 95 523 47 https://www.chezmaggie.com/ | Frühstück |




