Eine weitere Wanderung durch den Nationalpark steht an. Beim Eingang hat Diamond auf uns gewartet und zusammen mit Dimby haben sie die Tickets gelöst.

Gleich beim Eingang am Fluss sahen wir ein Zweiband-Chamäleon (Furcifer balteatus). Dieses Chamäleon-Foto hat es zum Titelbild dieses Tages geschafft.
Fotos Ranomafana:
Und nun hier ein paar Informationen zu den Tierarten, denen wir heute begegnet sind:
Der Rotbauchmaki (Eulemur rubriventer) ist eine Lemurenart, die eine Kopfrumpflänge von 35 bis 40 Zentimetern erreichen, der lange, buschige Schwanz ist mit 43 bis 53 Zentimetern länger als der Rumpf. Das Gewicht beträgt 1,6 bis 2,4 Kilogramm.
Die Männchen haben die weissen Flecken unter den Augen. Die Tiere sind tag- wie nachtaktiv.
Eine weitere Lemurenart, der wir heute begegnet sind, ist der braune Maki (Eulemur fulvus). Diese Art ist auf Madagaskar weitverbreitet und kommen in allen Waldarten, ausser im Süden und Südwesten der Insel vor.
Früher gehörten sieben Unterarten zu den brauen Lemuren. Heute sind die meisten Unterarten als eigenständige Spezies anerkannt. Die meisten Arten wechseln in der Aktivitätszeit zwischen Tag und Nacht.
Der Braune Maki erreicht bei einer Körperlänge von 40 bis 50 cm und einer Schwanzlänge von 50 bis 55 cm ein Gewicht von 1,9 bis 4,2 kg. Die Fellfärbung ist je nach Unterart und oft auch nach Geschlecht verschieden.
Der Pfauenaugengecko (Phelsuma quadriocellata) gehört mit einer Länge von ca. 10–12 cm zu den kleineren, tagaktiven Geckoarten. Der Oberkörper ist grün und auf dem Rücken sind rote Punkte und Striche. Charakteristisch für diese Art sind hinter den Vorderbeinen liegende schwarze Achselflecken, die eine blaue Umrandung aufweisen. Die Tiere haben gelbe Augenringe und auf dem Kopf sowie im Nackenbereich können kleine blaue Punkte vorhanden sein.
Diese Art wird auch Augenfleck-Taggecko genannt.
Nach dem Mittagessen haben wir bei einem Bauer im Dorf einen Halt gemacht. Er hat auf seinen Bäumen Chamäleons, die er gerne für ein kleiner Zustupf in die Kasse von den Bäumen holt.
Das Zweiband-Chamäleon (Furcifer balteatus) konnten wir ja bereits am Morgen im Park bewundern. Mit einer Länge von 44 cm bei den Männchen und rund 30 cm bei den Weibchen kann man diese Art bereits zu den grossen Arten rechnen. Die Tiere haben eine grüne Grundfärbung und ein charakteristisches, weisses Band, das schräg von der Schulter bis zum Ansatz der Hinterbeine verläuft.
Das Parsons Chamäleon (Calumma parsonii) gehört mit einer Gesamtlänge bis zu 70 Zentimeter zu den grössten Vertretern der Chamäleons.
Von Calumma p. parsonii sind unterschiedliche Farbvarianten bekannt. Es ist jedoch nicht geklärt, ob es Morphe oder neue Unterarten sind. Derzeit geht man davon aus, dass es sich um Morphe handelt. Folgende Varianten sind bekannt:
- “Orange Eye” oder “White-lipped”: Hier ist das Männchen relativ klein und grün oder türkis gefärbt. Das Augenlid ist auffallend gelb oder orange.
- “Yellow Lip”: Das Männchen ist etwas grösser und hauptsächlich grün bis türkis gefärbt. Ausserdem besitzt es um den Mund einen gelben Rand.
- “Yellow Giant”: Das Männchen ist sehr gross und gelb gefärbt.
- “Green Giant”: Das Männchen ist grün gefärbt.
(Wikipedia)
Danach sind wir noch durch das Dorf Ranomafana spaziert. Ranomafana bedeutet übersetzt „heisses Wasser“. Dieser Name entstand von der Thermalquelle. Die Quelle wird für das Schwimmbad im Ort genutzt, das rege von Einheimischen, aber auch von Touristen benutzt wird.
In dem kleinen Dorf hat es einen Markt und verschieden kleine Shops, in denen fast alles gekauft werden kann. Sogar ein Ladekabel für das Natel von meiner Mutter fanden wir bei einem „Multimedia-Shop“.
Das Nachtessen haben wir heute im Dorf in einem Restaurant genossen. Als Vorspeise eine Suppe – mit rund 1,5 Liter und sicher 200gr. schwimmenden Teigwaren und Gemüse bleibt nicht mehr viel Hunger für den Hauptgang übrig. Generell essen die Madagesen viel mehr als wir. Das Menü, das Dimby jeweils erhielt, vor allem die Menge Reis, reichte für uns als Beilage für alle drei Personen.

Auf der Rückfahrt zu der Lodge stoppten wir im Dorf bei einer grossen Menschenmenge. Da fast niemand einen Fernseher hat, wird bei Sportanlässen wie bei Fussballübertragungen eine grosse Leinwand auf dem Dorfplatz aufgestellt.

Weitere Bilder zum Tag:




