19.11.2024 – Baobab Alle und das ZazaMalala Reservat

Heute verlassen wir den Kirindy Wald und fahren zurück an die Küste nach Morondava.
Der Erste unserer Fotostopps auf dem Weg nach Morandavo führte uns zu den verliebten Baobab-Bäumen. Wir haben schon vor zwei Jahren an einem anderen Ort solche verschlungenen Bäume besucht. Dieses Mal waren wir bei der Akiba Lodge, auf deren Anlage auch zwei verschlungene Baobabs stehen. Die Geschichte der verliebten Baobabs ist eine Mischung aus wissenschaftlicher Erklärung und einer romantischen Legende.

Die wissenschaftliche Erklärung dazu ist wie folgt: Die Samen der beiden Bäume sind sehr nah beieinander gekeimt und ihre Stämme haben sich im Laufe der Jahrhunderte miteinander verwachsen. Dies ist ein seltenes, aber bekanntes Phänomen bei Bäumen.

Die romantische Legende zu den Bäumen: Es lebten einst ein junger Mann und eine junge Frau aus benachbarten Dörfern, die sich unsterblich ineinander verliebten. Ihre Familien waren jedoch verfeindet und haben ihnen verboten, zusammen zu sein. In ihrer Verzweiflung beteten sie zu den Göttern, ihre Liebe möge für immer bestehen, auch wenn sie nicht zusammen sein konnten. Die Götter, gerührt von ihrer tiefen Zuneigung, verwandelten die beiden in Baobabs, die für die Ewigkeit miteinander verbunden sind.

Der zweite Fotostopp gab es bei der berühmten Baobab-Allee. Ungefähr 25 Baobabs, die bis zu dreissig Meter hoch sind, bilden die Allee entlang der Sandstrasse nach Mornodava. Man geht davon aus, dass die Bäume bis achthundert Jahre alt sind.
Früher war die Region rund um die Allee dicht bewaldet. Die Baobabs waren Teil eines üppigen Waldes, der jedoch durch Abholzung für landwirtschaftliche Zwecke stark zurückgegangen ist. Die mächtigen Baobabs blieben stehen, da sie für die lokale Bevölkerung von spiritueller und kultureller Bedeutung sind.

Wer genau hinsieht erkennt, dass es sich um drei verschiedene Baumarten handelt:



Der Adansonia grandidieri, auch bekannt als Grandidiers Baobab, ist die höchste Baobab-Art Madagaskars und erreicht bis zu 30 Meter Höhe. Mit seinem dicken, zylindrischen Stamm und der schmalen, verzweigten Krone ist er ein Symbol der Trockenwälder im Westen der Insel. Dieser endemische Baum, der mehrere hundert Jahre alt werden kann, speichert Wasser in seinem Stamm und bietet Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Tiere. Der Stammdurchmesser kann je nach Speichervolumen zwischen 1,5 bis 8 Meter Durchmesser betragen. Seine auffälligen weissen Blüten werden nachts von Fledermäusen und Lemuren bestäubt.


Der Adansonia rubrostipaist ist auch bekannt als Fackelbaum-Baobab und gehört zu den sechs endemischen Baobab-Arten Madagaskars. Dieser mittelgrosse Baum, der bis zu 15 Meter hoch wird, zeichnet sich durch seinen rötlich-braunen Stamm aus, der oft von helleren Streifen durchzogen ist, was ihm den Namen „Fackelbaum“ eingebracht hat.
Seine Krone ist unregelmässig verzweigt, und während der Trockenzeit wirft er seine Blätter ab, um Wasser zu sparen. Die gelben, duftenden Blüten ziehen Bestäuber wie Lemuren an, während ihre nahrhaften Früchte für Mensch und Tier eine wichtige Nahrung sind.
Adansonia rubrostipa wächst vorwiegend in den Trockenwäldern West- und Südwestmadagaskars.


Adansonia za ist die am weitesten verbreitete Baobab-Art Madagaskars und kommt in den Trockenwäldern sowie den Halbwüsten im Westen, Süden und Südwesten der Insel vor. Dieser mächtige Baum kann eine Höhe von 10 bis 30 Metern erreichen und hat einen dicken, zylindrischen Stamm, der Wasser speichert, um in der Trockenzeit zu überleben. Seine breiten, verzweigten Kronen tragen grosse, duftende Blüten, die von Lemuren und Fledermäusen bestäubt werden. Die nahrhaften Früchte sind eine wichtige Nahrung für Mensch und Tier.
Alle diese Baobab-Arten sind durch die Abholzung und den Klimawandel gefährdet.

Auf dem Weg nach Morandavo haben wir noch das private Zaza Malala Reservat besucht. Das Reservat wird von einer NGO betreut. Es liegt 45 km vor Morondava und ist sowohl ein Naturschutzgebiet als auch ein botanischer Garten. Gegründet wurde es im Jahr 2000 von Simon Rietveld und seiner Frau Jocelyne Farazanamalala.
Das Reservat konzentriert sich auf den Schutz der bedrohten Pflanzen und Tiere im westlichen Teil der Region Menabe. Ein zentrales Anliegen des Reservats ist die Einbindung und Unterstützung der lokalen Bevölkerung. Dies umfasst Bildungsprogramme, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Bereitstellung von Solarkochern, um die Abhängigkeit von Brennholz zu reduzieren.

Wir konnten bei der Führung eine Vielzahl von Tieren beobachten und fotografieren. Darunter die Larvensifakas, nachtaktive Lemuren, Echsen, Schildkröten und Chamäleons.

In Morondava sind wir im Hotel La Renala einquartiert. Die gepflegte Anlage liegt direkt am Strand von Morondava. Am Strand bieten die Einheimischen Massagen an und die Kinder spielen Fussball.


Vor dem Nachtessen sind wir noch ein wenig durch Morandavo spaziert und haben bei einem Fresh das Treiben am Strand beobachtet.
Zurück im Hotel haben wir mit den Kindern am Strand Fotos erstellt und ausgedruckt. Nach dem romantischen Sonnenuntergang am Strand haben wir im Hotel bei einem leckeren Nachtessen und einem Drink an der Hotelbar den Abend ausklingen lassen.


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