17.11.2024 – Kirindy Reservat

Es gibt keine besseren Orte als das Kirindy Reservat, um Geburtstag zu feiern. Vielleicht sehe ich ja als Geschenk bei der Abendwanderung eine Fossa.

Morgens früh wurden wir vom Gezwitscher der Vogelwelt geweckt. Um 07:00 Uhr nach dem Frühstück sind wir ins Reservat gefahren.

Neben verschiedenen Echsen, Skinke und verschiedenen Vogelarten konnten wir auch zwei Gruppen Lemuren beobachten. Einmal die Larvensifakas und die rot-braunen Lemuren.

Der Larvensifaka (Propithecus verreauxi), auch bekannt als Verreaux-Sifaka gehört zur Familie der Indriartigen und ist für ihre einzigartigen Bewegungen und sozialen Strukturen bekannt. Der Larvensifaka hat ein dichtes, weisses bis cremefarbenes Fell mit braunen oder schwarzen Flecken an den Schultern und an den Ohren. Sein markantes Gesicht ist dunkel gefärbt, und seine grossen, ausdrucksstarken Augen verleihen ihm ein unverwechselbares Aussehen. Mit einer Körperlänge von etwa 40 bis 50 cm und einem langen Schwanz, der ebenfalls etwa 50 cm misst, ist er ein mittelgrosser Lemur. Die Larvensifakas benötigen kein Wasser, diesen reicht die Blätternahrung für den Wasserhaushalt aus.

Der Rotstirnmaki (Eulemur rufifrons) gehört zur Familie der Gewöhnlichen Makis (Eulemur) und ist bekannt für seine markante Rotfärbung auf der Stirn, die ihm seinen Namen verleiht.
Der Rotstirnmaki ist mittelgross und erreicht eine Körperlänge von etwa 35 bis 40 cm, zuzüglich eines buschigen Schwanzes, der bis zu 50 cm lang werden kann. Das Fell der Männchen ist überwiegend grau bis braun, mit einer leuchtend roten bis orangefarbenen Stirn. Weibchen haben eine ähnliche Fellfärbung, jedoch ist ihre Stirnfärbung oft weniger intensiv ausgeprägt.

Rotstirnmakis sind Allesfresser und ernähren sich von Früchten, Blättern, Blüten, Samen und gelegentlich von Insekten. Ihre abwechslungsreiche Ernährung trägt zur Verbreitung von Pflanzensamen bei, was sie zu wichtigen Akteuren im Ökosystem macht.
Die rot-braunen Lemuren benötigen Wasser. Da es schon länger nicht mehr viel geregnet hat, sind die Tiere sehr durstig und trinken das Wasser aus der Hand.

Tiere zu finden ist nicht immer einfach, die spazieren nicht einfach vor der Kamera, sondern sind meist gut getarnt. Auf dem Boden im Laub tummelt sich eine Madagaskar-Ringel-Schildechse
(Zonosaurus madagascariensis).


Für die Vogelliebhaber bietet das Kirindy Reservat eine Vielzahl von Vogelarten, von denen viele endemisch sind, das heisst, sie kommen ausschliesslich auf Madagaskar vor.
Kleine Prachtfinken, Schwärme von Webervögeln, Paradiesvögel im Hochzeitskleid, der Seidenkuckuck und der Vasapapagei konnten wir heute beobachten. Auch der Blauvanga zeigte sich uns kurz und nur versteckt hinter den Blättern. Ein Teil der Vogelarten habe ich im Blog 2022 beschrieben. Auf den Rest der Vogelwelt werde ich im Blogbeitrag vom nächsten Tag eingehen.

Den Nachmittag haben wir in der Lodge verbracht und um 17:00 Uhr sind wir erneut in den Park gefahren.

Die Nachtwanderung stand unter dem Motto wait, wait und go, go….

Unser Guide wollte uns unbedingt noch einmal den Dickschwanzlemur zeigen. Er war jedoch immer weit oben in den Bäumen und oft nur halb zu sehen. Aber trotzdem sind ein paar tolle Fotos auf dieser Nachtwanderung entstanden. Leider zeigten sich die Fossa nicht.

Beim Nachtessen habe ich noch ein Ständchen erhalten und die Lodge-Gäste sangen das Happy Birthday.


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Tierliste Madagaskar 2022/2024

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