14.09.2025 – Letzter Tag auf dem Trimaran – Ankunft in der Lodge Terres Blanches

Unser letzter Tag auf dem Trimaran ist nur noch die Fahrt von der Moramba-Bucht zur Lodge Terres Blanches. Diese 20 Meilen (ca. 32 km) haben wir in genau vier Stunden zurückgelegt. Abfahrt war um 06:51 Uhr, und den Anker warfen wir um 10:51 Uhr am Strand.


Die Lodge Terres Blanches liegt eingebettet in einem privaten Naturreservat an der Nordwestküste Madagaskars, etwa 90 km nördlich von Mahajanga. Die Eco-Lodge ist nur per Boot (2,5 Stunden von Mahajanga oder 6 Stunden von Nosy Be) oder per Privatflugzeug (35 Minuten von Mahajanga) erreichbar.

Die Lodge ist von einem 7 km langen, einsamen Strand mit kristallklarem Wasser umgeben, mit kleinen romantischen Buchten aus weissem Sand, die durch Tsingys getrennt sind, und von Mangroven gesäumten Meeresarmen. Korallenriffe mit tropischen Fischen sind nur wenige Schwimmzüge entfernt.

Wir geniessen noch auf dem Trimaran das Mittagessen und verabschieden uns dann von unseren Bootsbegleitern Lugon, Ismael und Raissa – drei wunderbare Menschen, die uns die 10 Tage begleitet und viel gezeigt haben.


Danach konnten wir unseren Bungalow beziehen. Gebucht hatten wir eine Suite, aber kurz vor unserer Abreise wurde uns mitgeteilt, dass ein Teil der Lodge Opfer eines Buschbrandes wurde. Der von uns gebuchte Bungalow war einer darunter.

Als Alternative stand ein kleinerer Bungalow zur Verfügung, oder wir konnten den Aufenthalt mit voller Rückerstattung absagen. Wir waren beide überzeugt, dass die Lodge nach diesem Schicksalsschlag jeden Ariary (die madagassische Währung) benötigen würde, damit der Wiederaufbau wieder in Angriff genommen werden kann. Eine Absage kam somit für uns nicht infrage.

Der kleinere Bungalow stört uns nicht wirklich. Vor allem ist es eigentlich nicht unser Ziel, uns ausser zum Schlafen darin aufzuhalten.


Am Nachmittag haben wir die Umgebung der Lodge begutachtet und die Coquerel-Sifakas beobachtet. Es gibt zwei Gruppen von Sifakas, die in der Nähe wohnen und täglich zu Besuch kommen. Sie sind sehr neugierig und verbringen lange Zeit damit, die Gäste zu beobachten. Auch wenn es immer wieder nur dieselben sind, macht es doch Freude!


Vor dem Nachtessen haben wir uns zu zweit auf die Suche nach Chamäleons gemacht. Ich habe sogar selbst zwei gefunden – so langsam habe ich den Dreh auch raus!
Eigentlich ist es ganz einfach: Den Baum oder Strauch absuchen und alles, was nicht Chamäleon ist, ausblenden – und dann sieht man es (hahaha).

Alle drei von uns gefundenen Chamäleons waren Oustalet-Chamäleons – Riesenchamäleons. Max, der Guide vom Hotel, hat dann Mike noch ein Pantherchamäleon gezeigt.

Mit einer maximalen Gesamtlänge (einschliesslich Schwanz) von 68,5 cm gilt Furcifer oustaleti allgemein als die längste Chamäleonart. Obwohl das Parsons-Chamäleon massiver ist, ist das Oustalet-Chamäleon generell länger.

Riesenchamäleons beeindrucken mehr durch ihre Grösse als durch ihre Färbung. Der Helm wirkt sehr mächtig, Rücken- und Kehlkamm bestehen aus auffälligen Kegelschuppen. Das Männchen weist meist eine schmutzig wirkende Tarnfarbe auf, die aus braunen und grauen Tönen besteht. Dagegen wirken die Weibchen um einiges farbenfroher – bei ihnen dominieren Grüntöne, die häufig durch weisse Flecken auf den Flanken ergänzt werden.

Weiterhin haben wir noch Mantiden (Gottesanbeterinnen), Spinnen und Käfer gefunden.


Nach dem Nachtessen sind wir im Meeresrauschen schlafen gegangen – ein perfekter Abschluss des Tages.

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