Bereits gestern haben wir mit unseren zwei Guides abgemacht, dass wir erst am Nachmittag in den Park gehen werden. Die meisten Touristen sind am Morgen im Park, da viele nach den vier Stunden wieder abreisen. Somit haben wir zu dritt am Morgen das nahe gelegene kleine Dorf besucht. Da fliesst ein Bach durch und ich mache mich auf die Suche nach Fischen.
Fische habe ich keine gefunden, und die Zeit war zu kurz, um weiter zu einer Stelle zu laufen, an der es Fische hätte. Die Einheimischen hatten sehr viel Freude an uns und haben im Reisfeld nach Schlangen, Libellen und weiteren Fotosujets gesucht. Da ich in dieser Zeit schnorchelnd im Bach schwamm, habe ich da keine Schnappschüsse.
Im Bach hatte es jedoch Krabben und Qualquappen, also ganz erfolglos war mein Projekt nicht:


Beim Dorfeingang an der Strasse wurden Bananen zum Verkauf bereitgestellt, die von Lastwagen abgeholt und in die Städte zum Verkauf oder für den Export gebracht werden. Ein Bananenbüschel wiegt zwischen 35 und 50 Kilogramm. Einzelne Bananenfrüchte nennt man Finger. 10 bis 20 Finger stehen am Büschel jeweils in Händen zusammen. An einem Büschel wachsen 10 bis 12 Hände. Somit sind rund 200 Bananen an einem Büschel.

Weitere Fotos vom Dorfbesuch:
Vom Dorf zurück zur Setam Lodge haben wir noch vom Aussichtspunkt aus den Ranomafana Wasserfall aus einer anderen Perspektive fotografiert. Und auch die Setam Lodge konnten wir noch von der Strasse aus in einem Bild festhalten.
Nach dem Mittagessen haben wir uns beim Parkeingang mit unseren zwei Parkbegleitern getroffen. Eines unserer Ziele ist, die goldenen Bambuslemuren zu finden. Der eine Guide geht als Späher vorab und lotst uns dann zu der Stelle im Park mit den Lemuren, sobald er diese findet. Das hält uns natürlich nicht davon ab, auch andere Tiere zu suchen und zu beobachten.

Schon nach kurzer Zeit im Park konnten wir hoch oben in den Bäumen die seltenen goldenen Bambuslemuren beobachten.
Der goldene Bambuslemur (Hapalemur aureus) ist eine der faszinierendsten und am stärksten gefährdeten Lemurenarten Madagaskars. Diese Lemurenart hat ein weiches, goldbraunes Fell und kann vorwiegend im Ranomafana-Nationalpark beobachtet werden. Der goldene Bambuslemur wurde erst 1986 entdeckt und wegen seiner Seltenheit ist er als stark gefährdet eingestuft. Die Lemuren leben in kleinen Gruppen und verbringen die meiste Zeit in den oberen Regionen des Bambus, wo sie sich geschickt und schnell fortbewegen. Ihre Ernährung, die fast ausschliesslich aus Bambus besteht, macht sie jedoch stark abhängig von diesem Lebensraum.
Wir sind der Gruppe dann gefolgt, sodass wir irgendwann auch Fotos knipsen konnten, auf denen wir die Tiere nicht nur von unten und durch viele Blätter hindurch sahen.
Nach rund drei Stunden im Park und vielen Treppenstufen sind wir wieder beim Eingang angelangt und haben unseren Guide verabschiedet. Die Guides haben sich sehr über das Trinkgeld im Chamäleonbeutel und das Schweizer Taschenmesser (Sackmesser) als Andenken gefreut.






