Nachdem es nachts geregnet hat, begrüsst uns der neue Morgen mit einem stimmungsvollen Sonnenaufgang. Um 06:15 Uhr fahren wir los, da wir eine etwas längere Anreise zum Radama Archipel vor uns haben.

Das Radama-Archipel liegt etwa 60 km südlich von Nosy Be im Mosambik-Kanal und besteht aus vier Hauptinseln: Nosy Valiha, Nosy Kalakajoro (die grösste Insel), Nosy Ovy und Nosy Antany Mora. Der Archipel wurde nach Radama I. benannt, dem König, der Madagascar vereint hat. Jede Insel hat ihre eigene Geschichte: Kalakajoro war früher ein Zentrum des Schiffbaus und auf den Inseln wurden einst Ylang-Ylang, Vanille und Kaffee angebaut. Nosy Antany Mora gilt als heilige Insel für das Volk der Sakalava. Nody Valiha ist für eine Lokalform des Pantherchämelon bekannt. Die Insel ist in Privatbesitz.
Das Frühstück gibt es heute während der Fahrt. Um ca. 11: 00 Uhr sind wir bei der ersten Insel angelegt und haben bei Ebbe die Insel besucht. Sicher 500 Meter sind wir über Steine, Sand und Seegras gelaufen, bis wir beim Dorf ankamen.
Dort haben wir uns auf die Suche nach Tieren gemacht, aber in der Mittagssonne haben wir nichts entdeckt.
Die Kinder auf dieser Insel haben Angst vor uns. Teilweise erzählen die Einheimischen den Kindern, dass die Ausländer die Kinder mitnehmen. Deshalb verstecken sie sich, wenn dann Fremde kommen.
Zurück auf dem Boot gab es den Fisch, den die Crew selbst gefangen hatte. Das heisst, zwei Stücke davon, der Fisch wird in Scheiben geschnitten und so erhält man ein Rondell, mit der Wirbelsäule in der Mitte.
Danach gab es eine Siesta mit Mittagsschläfchen.
Am Nachmittag gehe ich auf der nächsten Insel an Land. Ausser ein paar Vögeln, die sich fotografieren lassen, gibt es nicht viel zu entdecken. Dafür erzählt die Insel eine Geschichte gescheiterter Ambitionen: Sechs Bungalows stehen hier verlassen da, die Überreste eines Hotelprojekts, das jemand begonnen und dann aufgegeben hat. Heute nutzen die Einheimischen die verlassenen Häuschen.
Folgt man dem Strand entlang, stösst man auf eine noch intakte Treppe. Sie führt hinauf zu einem Hügel, wo nur noch ein Schutthaufen zu finden ist. Auch hier stand einmal eine Touristenanlage, die das Hochseefischen als Attraktion anbot. Doch auch dieser Traum endete als Ruine.
Fotos zum heutigen Tag:




